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DSL ohne Telefonanschluß




Was braucht man zum Surfen über DSL ohne Telefonanschluss?

Das Internet hat die Welt revolutioniert. Das Informationszeitalter ist in die Wohnzimmer der Menschen eingedrungen und hat diese quasi überfallen. Anfang 2010 hatten bereits 73% der Bundesbürger einen Internet-Anschluss. Und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen, denn die Möglichkeiten der Kommunikation, des Kommerzes, der Informationsbeschaffung sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Mit den wachsenden Möglichkeiten wächst auch die Begierde der Menschen. Die Lust auf Neues, auf Weiterentwicklung und Fortschritt. Immer schneller werden die Anschlüsse und mittlerweile zieht es die User auch schon ins Straßencafé statt ins heimische Wohnzimmer, wenn sie dort bei Kaffee und Kuchen mal schnell ihre E-Mails abrufen oder die digitale Morgenzeitung lesen möchten.

Zu Hause hat man bereits das schnelle DSL installiert und hat sich an eine angenehme Download-Geschwindigkeit gewöhnt. Auswärts hat man sein Mobiltelefon, und der Laptop möchte mit Daten gefüttert werden, ohne dass man eine Kabeltrommel mitschleppen muss.

Das Zauberwort für alle Auswärts-Surfer heißt momentan “Stick”. Ein kleines Gerät von der Größe eines Feuerzeuges, schnell in den ­”USB”-Anschluss des mobilen Computers eingesteckt, und los ­gehts mit Geschwindigkeiten, die häufig den heimischen DSL-Anschluss sogar noch übertrumpfen. Vorausgesetzt, man befindet sich nicht gerade auf dem Bauernhof im Funkschatten, dort also, wo auch das Handy nicht mehr piepst und vibriert und man noch ungestört ist vom Datenstrom der modernen Welt.

Die schlauen Marketing-Fachleute haben Systeme für jeden Surfertyp entwickelt, Preismodelle, die fast schon maßgeschneidert daherkommen. Da gibt es stündliche Tarife, monatliche Abrechnungen, Verträge ohne Fristen und Bindungen. Wer keine langen Laufzeiten mag, muss zwar die Hardware bezahlen, bevor der mobile Spaß losgehen kann, hat danach aber seine Kosten gut im Griff. Oftmals bietet auch der Telefondienstleister von zu Hause einen zusätzlichen Stick an. Dann finden sich die Extrakosten einfach auf der Telefonrechnung des nächsten Monates wieder.

Wer im Voraus bezahlt, um als potenzieller Internet-Junkie nicht in die Schuldenfalle zu geraten und seine Kosten zu kontrollieren, der erlebt eines Tages mit seinem Surfstick vielleicht eine böse Überraschung. Eben noch hat das ­You-Tube-Video nicht einmal geruckelt, und plötzlich ist da nur noch ein schwarzes Fenster. In diesem Falle hat man vermutlich sein Kostenlimit überschritten oder nicht wieder aufgeladen und der schnelle kleine Helfer verwandelt sich in ein vorsintflutliches Modem mit dürftiger Leistung. Jetzt aber schnell in den nächsten Laden – zum Aufladen. Oder vielleicht doch lieber wieder ins eigene Wohnzimmer, wo der Router brummt und sogar ganze Spielfilme fein und wackelfrei rüberkommen.



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